Der Klassiker
Dem Mythos nach war es Coco Chanel, die für ihre revolutionären Damenkollektionen bekannte Pariser Modedesignerin, die es in den 1920ern erfand, das "kleine Schwarze" (frz: "la petite robe noire").
Geboren hatte sie DEN Klassiker unter den Kleidern. Ein Outfit, das sowohl schlicht als auch elegant etlichen Anlässen im Leben einer Frau gewachsen sein sollte - und es bis heute ist. Denn, wie sagte die Fashion-Ikone selbst über ihre Entwürfe:
Ich bin gegen Mode, die vergänglich ist. Ich kann nicht akzeptieren, dass man Kleider wegwirft, nur weil Frühling ist.
Umso mehr steht ihr Stil für Beständigkeit und zeitlosen Geschmack. Nie kam es von den Catwalks in die Mottenkiste. Die Bezeichnung verschmolz unweigerlich mit dem benannten physischen Gegenstand, dem in den 1950ern durch Audrey Hepburn im Film "Frühstück bei Tiffany's" zum Kultstatus erhobenen, knielangen Kleid.
Die Innovation
Gut 90 Jahre nach seiner Schöpfung erscheint uns "das kleine Schwarze" nun in liquider Flakonform, es ist der Name des neuen Parfums von Guerlain. Clever, die in aller Frauenköpfe eingebrannte Wortfolge zu verwenden. Es klingt edel, französisch und exquisit. Die Strategie scheint aufzugehen: der Duft ist derzeit hochbeliebt, an jeder Ecke schnuppert man die süßlich-rauchige Komposition aus Mandel, Süßholz, Zitrone, Moschus und Vanille. Die Werbeplakate und der TV- Spot des umherspringenden Strichkleides sind allgegenwärtig.